Schwerhörig - Na und?

Wie funktioniert das Hören?

Der Schall gelangt durch den Gehörgang zum Trommelfell und wird von dort über Hammer, Amboss und Steigbügel zum Innenohr (Cochlea) weitergeleitet. Im Inneren des Innenohres entsteht eine Flüssigkeitsbewegung, die auf die feinen Haare der etwa 20.000 Sinneszellen übergreift und auf den ca. 30.000 Hörnervenfasern elektrische Impulse auslöst. Dieses elektrische Impulsmuster verläuft innerhalb der Hörbahnen des Zentralnervensystems zur Hirnrinde und wird dort als Schall erkannt oder als Sprache verstanden.

Was versteht man eigentlich unter schwerhörig, ertaubt und gehörlos?

Ob jemand hörbehindert ist oder nicht, kann man nicht sehen. Aus diesem Grund entstehen vielfache Missverständnisse, wenn die Hörbehinderung nicht dem anderen Mitmenschen bekannt wird. Aber selbst wenn die Hörbehinderung bekannt ist, bestehen oft Verständigungsprobleme. Guthörende haben es schwer, sich dem Zustand der Hörbehinderung vorzustellen. Im Umgang mit Behörden o.ä. treten neben den Verständigungsproblemen auch Missverständnisse auf. Wie sieht die Welt zum Beispiel aus, wenn akustisch stets alles verwaschen, verzerrt, nicht klar unterscheidbar und daher im gesprochenen Wort unverständlich bleibt? Wie ist es, wenn die Welt ganz stumm und still ist, oder wenn sie plötzlich still wurde?

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